Kunstinstallation Votivkirche

Billi Thanners "Unendlichkeit des Lichts" auf den Türmen der Votivkirche

Wir freuen uns sehr, dass wir die Kunstinstallation „Unendlichkeit des Lichts“ von Billi Thanner an der Votivkirche technisch unterstützen durften. Die besondere Lichtskulptur wurde am 16. Dezember 2025 erstmals beleuchtet und soll bis 1. August 2026 in Wien zu sehen sein.

© Katharina Schiffl

Die Installation ist 28,4m lang, 8m breit und zeigt eine liegende Acht – das bekannte Symbol für Unendlichkeit.

Billi Thanner verbindet damit klare Formensprache, poetische Offenheit und einen direkten Bezug zum Thema Licht: Die Figur erinnert an die acht Minuten, die Sonnenlicht zur Erde braucht. So entsteht ein starkes Bild für Zeit, Verbindung und Balance, das perfekt zur Votivkirche als markantem Wahrzeichen im Wiener Stadtbild passt.

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© vertigohyeah 

RGBW-LED-Pixel-Mesh für Lichtkunst

Unsere Aufgabe war es, die „Erleuchtung“ der Lichtskulptur umzusetzen. Dafür installierten wir ein RGBW-LED-Pixel-Mesh, mit dem die Arbeit von Billi Thanner flexibel beleuchtet werden kann. Mit den 4.900 LED-Punkten auf 70m Umfang kann „Unendlichkeit des Lichts“  in vielen Farben leuchten.

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© vertigohyeah 

Spektakuläre Installation in 90m Höhe

Die außergewöhnliche Positionierung der Lichtinstallation machten das Projekt sehr besonders. Die Montage erfolgte in rund 90 Metern Höhe zwischen den beiden Türmen der Votivkirche. Arbeiten bei Nacht, der Einsatz eines Großkrans und der Schutz der historischen Bausubstanz machten diese Installation zu einer technischen Herausforderung und beeindruckenden Teamleistung.

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© vertigohyeah 

Es werde Licht

Fertig installiert mussten die Teile der LED-Mesh-Gitter noch verbunden werden. Gesteuert wird das Unendlichkeitssymbol von Billi Thanner über eine DMX-Anlage. Dies ermöglicht dynamische Farbwechsel oder weiche Farbverläufe. Damit beide Hälften synchron leuchten, wurden die beiden Türme der Votivkirche mit über 130m LAN-Kabel verbunden.

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© Katharina Schiffl

Kunst soll für alle sichtbar sein, die hinsehen wollen

Billi Thanners Ansatz ist so unabhängig wie konsequent: Das Projekt wurde privat finanziert, ohne öffentliche oder kirchliche Förderungen; die Künstlerin verzichtete auf ein Honorar. Ihr Credo lautet: „Kunst soll für alle sichtbar sein, die hinsehen wollen.“ Dieser Gedanke spiegelt sich in der offenen Präsentation an der Votivkirche ebenso wie in der Platzierung im urbanen Raum wider.

Im Spannungsfeld von Minimalismus, Lichtkunst und konzeptueller Skulptur schafft „Unendlichkeit des Lichtes“ einen neuen architektonischen Akzent zwischen den beiden Türmen der neugotischen Votivkirche. Die horizontale Form der liegenden Acht setzt einen zeitgenössischen Kontrapunkt und lädt ein, Fragen von Maßstab, Wahrnehmung und temporärer Kunst neu zu denken. „Unendlichkeit des Lichts ist nicht primär eine Aufforderung zum Hinsehen, sondern eine Erinnerung an das Licht, das uns verbindet“, sagt Billi Thanner. 

Wir sind dankbar, Teil dieses außergewöhnlichen Projektes gewesen zu sein – ein Werk, das Licht nicht nur sichtbar macht, sondern spürbar.

Künstlerin: Billi Thanner
Ort: Votivkirche Wien

Impressionen der Montage der Lichtinstallation "Unendlichkeit des Lichts" von Billi Thanner an der Votivkirche in Wien

© vertigohyeah 

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